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Sachtext · ca. 1 100 Worte
Nachschlagewerk  ·  Artikel III ·  zur Kategorie § I Gartenobelisken
iii.

Obelisken in der Gartengestaltung

Ein knapper Sachtext zu Bauformen, Materialien und Verwendung des Gartenobelisken. Neutral gehalten, als Referenz zur Kategorie.
Gattung
Sachtext
Umfang
ca. 1 100 Worte
Stand
April MMXXVI
Quellen: öffentlich zugängliches Sachmaterial

1 · Begriff und Form

Als Obelisk wird in der Gartengestaltung ein freistehender, vertikaler Körper bezeichnet, der sich nach oben hin verjüngt und mit einer pyramidenartigen Spitze, dem Pyramidion, abschließt. Die Form ist aus der ägyptischen Architektur übernommen und hat sich seit dem englischen und italienischen Garten der Neuzeit als stehendes Ornament etabliert.

Im heutigen Handel wird der Begriff in zwei Bedeutungen verwendet: einerseits als Bezeichnung für eine freistehende Rankhilfe (Rankobelisk), andererseits als Bezeichnung für ein rein dekoratives, nicht tragendes Gartenornament aus Stein oder Kunststein. Die Abgrenzung zur einfachen Rankstange und zum mehrteiligen Spalier verläuft über die geschlossene, aufrechte Silhouette.

Tafel · Schemavier gebräuchliche bauformen des gartenobelisken. schematische darstellung, ohne maßstab.
Abb.  Vier gebräuchliche Bauformen des Gartenobelisken. Schematische Darstellung, ohne Maßstab.

2 · Bauformen im Handel

Im deutschsprachigen Handel lassen sich vier wiederkehrende Bauformen unterscheiden. Sie unterscheiden sich in Material, Herstellungsverfahren und Einsatzzweck, teilen jedoch die charakteristische sich verjüngende Silhouette.

BauformMaterialTypische HöheEinsatz
Metall-RankobeliskSchmiedeeisen, Stahl, verzinkt150–260 cmRankhilfe, freistehend
WeidenobeliskKopfweide, handgeflochten140–200 cmRankhilfe, biologisch abbaubar
HolzobeliskLärche, Eiche, Bambus160–220 cmSpalier, Rankgerüst
SteinobeliskSandstein, Kunststein80–180 cmGartenornament, nicht tragend
Tab.  Übersicht der vier gebräuchlichen Bauformen.

3 · Materialien

Der überwiegende Teil der im Handel erhältlichen Gartenobelisken besteht aus Metall. Verwendet werden Vierkant- und Rundprofile aus Stahl, die entweder feuerverzinkt oder pulverbeschichtet sind. Schichtstärken der Pulverbeschichtung liegen typischerweise zwischen 60 µm und 100 µm.

Weidenobelisken werden aus Kopfweidenruten handgeflochten und gelten als biologisch abbaubar; ihre Lebensdauer im Freien wird üblicherweise mit drei bis fünf Jahren angegeben. Steinobelisken aus Kunststein (betongebundener Zuschlag) dienen in der Regel nicht als Rankhilfe, sondern als Ornament.

4 · Maße und Proportion

Als freistehend gilt ein Gartenobelisk, wenn seine Fußweite mindestens einem Viertel der Bauhöhe entspricht. Bei einer üblichen Höhe von 200 cm bedeutet dies eine Fußweite von wenigstens 50 cm. Liegt die Fußweite darunter, ist eine Verankerung im Boden durch einen Erdspieß oder ein einbetoniertes Fundament üblich.

5 · Verwendung im Garten

Typische Anwendungsbereiche sind Kletterrosen, Clematis, einjährige Rankpflanzen wie Wicken und Duftwicken sowie Kletterhortensien und Kapuzinerkresse. Der Obelisk wird meist freistehend in Beet oder Rabatte gesetzt; in Vorgärten tritt er auch als vertikales Gestaltungselement ohne bepflanzung auf.

Eine Übersicht aktueller Produkte findet sich auf der Kategorie-Seite § I Gartenobelisken. Für kleinformatige, nicht tragende Stücke siehe die dekorativen Obelisken; für Miniatur-Repliken historischer Denkmäler siehe Gedenk-Obelisken.

6 · Verwandte Formen

Verwandte Formen sind die Säulenrankhilfe, der Rosenbogen, das mehrteilige Spalier und die Pergola. Gegenüber diesen Formen unterscheidet sich der Obelisk durch die geschlossene, viereckige oder runde Silhouette und die pyramidenartige Spitze.

Dieser Sachtext dient der neutralen Information zur Kategorie. Eine Übersicht der im Katalog geführten Modelle steht auf der Kategorie-Seite § I Gartenobelisken. Hinweise zur Funktionsweise der ausgehenden Anbieter-Links finden sich auf der Seite Hinweis zu Outbound-Links.